Biologisch, fair, weitgehend pflanzlich, weitgehend vollwertig;
also gesund und so liebevoll wie möglich mit Mensch, Tier und Planet

 

Warum biologisch:

Auf der Webseite des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL sind 100 Argumente für biologische Landwirtschaft zusammengestellt (https://shop.fibl.org/chde/1440-argumente.html ). Wir zeigen hier die für uns besonders wichtigen Gründe auf.

Gesundheit:.

  • Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind verboten.
  • Bioprodukte enthalten 180-mal weniger Pestizidrückstände als konventionelle Produkte
  • Unkrautvernichtungsmittel (Herbizide) sind verboten.
  • Bioprodukte enthalten weniger Rückstände von toxischen Schwermetallen.
  • In Bio-Knospe-Lebensmitteln sind lediglich 31 von konventionell 300 Zusatzstoffen zugelassen.
  • Der Gehalt an für die Gesundheit wichtigen Antioxidantien ist bis zu 69% höher, wie die Auswertung von 343 Studien zeigt. (z.B. Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen)
  • Untersuchungen zeigen, dass Bioobst und Biogemüse signifikant mehr Vitamin C aufweisen als konventionell produzierte, ebenfalls mehr Flavonoide und Polyphenole.
  • Bio schont die Gesundheit der Bauern und der Konsumenten: Zahlreiche Studien zeigen Hinweise auf Zusammenhänge von Pestiziden und Krankheiten wie Krebs, Lungenkrankheiten, Depressionen, Alzheimer etc. (kürzlich gross in den Medien: Glyphosat)
  • Knospe-Produkte werden ohne künstliche oder natürliche Aromen und Farbstoffe verarbeitet und sind frei von gesundheitsschädlichen Fetten.

Ökologie:

  • Im Biolandbau wird nur mit organischen Düngern gearbeitet.
  • Auf Biobetrieben gibt es 30% mehr Tier- und Pflanzenarten und 50% mehr Vögel, Raubinsekten und Wildbienen.
  • Bioböden weisen mehr Mikroorganismen auf.
  • Der Biobetrieb verbraucht (vor allem wegen dem Verzicht von chemischen Düngern) 15 bis 25 % weniger Energie pro produziertes Kilogramm Nahrung.
  • Biolandwirtschaft belastet das Grundwasser und die umliegenden Flüsse und Seen weit weniger als der konventionelle Anbau.
  • Biopflanzen wachsen auf Erdboden. Hors-Sol-Anbau auf Steinwolle (z.B. viele konventionelle Winter-Tomaten) sind untersagt.
  • Bio Suisse-Gemüsebetriebe dürfen im Winter Gewächshäuser auf max. 10 Grad heizen. Dadurch wird der Erdöl- und Erdgasverbrauch stark eingeschränkt.
  • Einfuhr von Knospe-Produkten per Flugzeug ist untersagt.
  • Bio verursacht weniger negative Umweltwirkungen in Bezug auf Biodiversität, Ressourcen, Klimawandel, Gewässerverschmutzung, Luftqualität, Bodenfruchtbarkeit.

Soziales:

  • Biolandbau schafft ca. 1/3 mehr Arbeitsplätze als konvetioneller Anbau.
  • Im In- und Ausland sind zeitgemässe, faire Anstellungsbedingungen vorgeschrieben.
  • Bio Suisse fördert faire Handelsbeziehungen.
  • Die volkswirtschaftlichen Kosten des Pestizideinsatzes des konventionellen Anbaus in der Schweiz belaufen sich gemäss Modellberechnungen auf jährlich rund 50 bis 100 Millionen Franken.
  • Der Biolandbau hat das Potenzial, langfristig die globalen Ernährungsgrundlagen zu sichern.
  • Bio sichert die Unabhängigkeit der Bauern von Agrarkonzernen, da sie ohne den Zukauf von synthetischen Düngern und Pestiziden auskommen.

 

Warum pflanzlich:

Gesundheit:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes, Krebs, Gicht sind nur einige Zivilisationskrankheiten, die durch den Konsum von tierischen Produkten begünstigt werden. Unzählige Studien beweisen, dass viele Krankheiten vermieden werden könnten, würden tierische Produkte aus der Ernährung entfernt oder auch nur reduziert.
  • Eidgenössische Ernährungskommission Schweiz: "Es geht auf Grund vieler epidemiologischer Studien hervor, dass Leute mit einer vegetarischen Ernährung gegenüber Omnivoren klare gesundheitliche Vorteile haben."
  • Bei einer veganen Ernährung ist das ebenfalls belegt (siehe z.B. "China Study von T. Colin Campbell, eine über 20-jährige Studie), wobei auf die Supplementierung von Vitamin B 12 geachtet werden muss. Dieser lebensnotwendige Nährstoff wird immer von Mikroorganismen hergestellt und kommt in der Natur überall vor - in der Erde, im Kot, auf dreckigen Pflanzen und in kontaminiertem Wasser. Nur essen wir heute nur noch höchst gesäuberte Lebensmittel, weswegen wir auf anderweitige Zufuhr achten müssen.
  • Für Allesesser bleibt oftmals zu wenig Platz für Pflanzen auf dem Teller, sodass die Gefahr besteht, dass sie zu wenig Ballaststoffe, zu wenig Vitamin C und zu wenig Folsäure zu sich nehmen. In der Schweiz sind deshalb bereits über 300 Nahrungsmittel mit Folsäure angereichert. (Quelle Swissveg)
  • Über Fisch werden anteilsmässig die meisten Schadstoffe, ausser anderem auch Quecksilber, zu sich genommen. Weit mehr Schadstoffe als aus Pflanzen, und auch Antibiotikarückstände, werden über Fleisch und Milch zu sich genommen.
  • Den Nutztieren in der Schweiz werden 57'000kg Antibiotika pro Jahr verabreicht (im Jahr 2012).

Welthunger, Soziales:

  • Ein Drittel der Weltgetreideernte und gut 90% der Weltsojaernte werden an Nutztiere verfüttert, während Millionen Menschen verhungern.
  • Bauern in armen Ländern werden von Grosskonzernen und den Regierungen enteignet, damit ihr Getreide in reichen Ländern Nutztieren verfüttert werden kann.
  • Kinder kommen verkrüppelt zur Welt, weil ihre Eltern in der Nähe von mit Pestiziden und Herbiziden verpesteten Gensojamonokulturen leben (Quelle ARTE-Film). Für diese werden Regenwälder abgeholzt. Das Gensoja wird Nutztieren verfüttert und ist übrigens auch in der Schweiz erlaubt.
  • Wir haben wegen des hohen Fleischkonsums in der Schweiz zu wenig Platz, um genug Futtermittel anzubauen und müssen aus dem Ausland zukaufen. Wir bauen aber durchaus auch selber Tierfutter an. Dafür müssen wir z.B. Brotgetreide im Ausland zukaufen, weil der Platz nicht für alles reicht, aber bei geringerem Fleischkonsum leicht reichen würde.
  • Würde man die angebauten Pflanzen den Menschen direkt zu essen geben statt sie Nutztieren zu verfüttern, könnten weit mehr als die 8 Mia. Menschen auf diesem Planeten ernährt werden.
  • 2kg Getreide ergibt entweder eine Portion Fleisch oder 13 Portionen Getreide. D'Bio-Insle wählt das zweite.

Ökologie:

Bundesamt für Gesundheit, Schweiz: "Die Produktion von pflanzlichen Nahrungsmitteln belastet die Umwelt hinsichtlich benötigter Landfläche, Energie- und Wasserverbrauch sowie Ausstoss von Treibhausgasen bedeutend weniger, als dies bei der Produktion von Fleisch der Fall ist."

Nur ganz kurz:

  • 1kg Kartoffeln verbraucht 900 Liter Wasser, 1kg Rindfleisch 15'000 Liter (Quelle UNESCO-IHE)
  • Konventionelle biologische Ernährung verursacht pro Jahr gleich viele Treibhausgase, wie wenn 4377 Autokilometer gefahren werden. Bei biologischer veganer Ernährung sind dies nur 281 Autokilometer.
  • Exkrementenberge - Überdüngung - Grundwasserproblematik
  • Enormer Energieverbrauch und Kosten, die nur mit hohen Subventionen (Steuergeldern) für den Verbraucher attraktiv gemacht werden können
  • etc. etc.

Für mehr Informationen: Auf den Webseiten www.swissveg.ch und www.vegan.ch sind ausführliche Informationen über die Folgen von Fleisch- und Milchproduktekonsum auf Tierwohl, Gesundheit, Welthunger und Ökologie beschrieben.

Tierschutz:

Warum kein Fleisch?

Die folgenden Kurzfilme geben einen kompetenten Einblick in die Thematik:

http://www.youtube.com/watch?v=rM4He247-Dg
http://www.youtube.com/watch?v=ggfAG9rlKH8&feature=share

Ohne Quellenangabe auf Facebook aufgetaucht: "Wenn du dir nicht ansehen kannst, wie dein Essen entsteht, und du es auch niemals deinen Kindern erzählen würdest, solltest du es vielleicht auch nicht essen."

Hier nur einige Gedanken, die uns beschäftigen:

Wir sind in unseren Breitengraden in der privilegierten Situation, dass uns pflanzliche Lebensmittel im Überfluss und in grosser Vielfalt zur Verfügung stehen und wir somit auf tierische Produkte nicht angewiesen sind. Nicht umsonst werden Bilder der täglichen Realität in der Nutztierhaltung vor den Konsumenten verborgen. In der Werbung werden beschönigende Zustände gezeigt (alltägliche Bilder aus Ställen/Bioställen können Sie z.B. auf www.vgt.ch sehen), unsere Tierschutzgesetze werden in den Himmel gelobt, obwohl sie den Tieren nur das Allermindeste bieten wollen. Die Gesetze werden in vielen Fällen nicht einmal eingehalten und allfällige Urteile werden mit so tiefen Bussen belegt, dass kein Handlungsbedarf besteht. (Quelle VgT, Verein gegen Tierfabriken)
Jedes Nutztier wird schlussendlich getötet, im Schlachthof ohne Fenster mit Durchsicht, da die Tatsachen unaushaltbar sind. Paul McCartney sagte einmal: "Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, wären alle Vegetarier."

Warum keine Eier?

Auch die Hühner, die für uns Menschen im Jahr ca. 290 Eier legen ­- in der Natur wären es 12 bis 24 im Jahr - werden nach ca. 15 Monaten, völlig ausgelaugt, getötet. Auch die Biostall-Hühner. Die dringend benötigte Legepause wäre nicht finanzierbar.
Vor Ostern werden in der Schweiz 500'000 zusätzliche Hühner gezüchtet. Wenn der Eierbedarf sich nach Ostern normalisiert, wird 1/2 Million Hühner getötet (Quelle Tier im Fokus TiF).
Männliche Küken werden aussortiert und vergast, da für sie keine Verwendung besteht. Auch die Biostall-Küken. (Die Legehennenrasse wächst zu langsam, als dass die männlichen Küken für die Fleischindustrie verwendet werden könnten.)

Warum keine Milchprodukte?

Keine andere Spezies als der Mensch nimmt nach dem Abstillen noch Milch zu sich. Keine andere Spezies nimmt Milch von einer fremden Art zu sich. Milch ist Nahrung für Kälber. Sie ist so zusammengesetzt, dass ein Kalb innert 45 Tagen sein Gewicht verdoppelt.

Damit eine Kuh Milch gibt, wird sie ca. 6 Wochen nach der letzten Niederkunft bereits wieder künstlich besamt. Die Kälblein werden ihr sofort nach der Geburt für immer entrissen. (Oder nach einigen Stunden. Mit dem Bauern eines Bio-Demeterhofes haben wir gesprochen, er lässt seine Kälblein zwei Tage bei der Mutter.)
Die männlichen Kälblein wachsen ein paar Wochen ohne Mutter auf und werden dann zu Kalbfleisch verarbeitet.
Die Milchkuh landet nach ca. 5 oder 5 1/2 Jahren im selben Schlachthof, wie ihre Artgenossen, die gegessen werden.
Ebenso die Bullen, sobald ihr Samen nicht mehr nachgefragt ist. Sie sehen ihr Leben lang keine Kuhdame.

Hier ein Kurzfilm über die Zustände in der Schweizer Fleisch- und Milchproduktion: http://www.tiere-essen.ch/

 

Warum vollwertig:

Bei der Produktion von Weissmehl gehen 60 Prozent Ballaststoffe, 50 Prozent Calcium, 70 Prozent Eisen, 80 Prozent Magnesium, 99 Prozent Chrom, 90 Prozent Vitamin E und 90 Prozent Vitamin B1 verloren, um nur eine kleine Auswahl dieses Mineralstoff- und Vitaminverlustes anzugeben.

Was ist Vollkorn überhaupt?

Ein Getreidekorn besteht aus drei Teilen:

  1. Den ballaststoffreichen Randschichten, die auch Kleie genannt werden
  2. Dem winzigen fetthaltigen Keim, aus dem die Pflanze entstehen würde
  3. Dem stärkehaltigen Hauptteil des Korns, Endosperm genannt, der dem Keim als erste Nahrung dienen soll, wenn die Pflanze zu keimen und wachsen beginnt

Wenn dieses Getreidekorn nun komplett gemahlen wird, dann nennt sich das Ergebnis Vollkornmehl. Dabei ist es egal, aus welchem Korn das Mehl gemahlen wurde. Es gibt also Roggenvollkornmehl, Weizenvollkornmehl, Dinkelvollkornmehl etc.

Um die Lagerfähigkeit des Mehls zu erhöhen, begann man vor etwa 150 Jahren, das Mehl maschinell zu sieben. Man sortierte die Randschichten und den Keim aus. Übrig blieb das gemahlene Endosperm, das Weissmehl, das sich jetzt nahezu unbegrenzt lagern liess.

Kleie und Keim verfüttert man dagegen ans Vieh. Warum? Weil das ein nährstoff- und vitalstoffreiches Futter ist. Kein Viehhalter würde seinen Tieren Weissmehl füttern. Ihre Leistungsfähigkeit und damit sein Profit würden sehr unter einer solch kümmerlichen Mangelernährung leiden.

Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/mehl.html#ixzz4AoqUUokE

Gesundheitliche Aspekte:

  • Weißmehl fördert rheumatische Erkrankungen. Wer an Rheuma leidet, erfährt meist eine Verbesserung, sobald Weißmehlprodukte durch Vollkornprodukte ersetzt werden.
  • Forscher fanden heraus, dass Gallensteine besonders häufig unter hohem Zucker- und Weißmehlkonsum entstehen.
  • Auch die Augen freuen sich über wenig Weißmehl in der Ernährung. Forscher fanden auch hier heraus, dass sich die Makuladegeneration, eine Augenerkrankung, bei der die Netzhaut zerstört wird, häufiger bei Menschen mit hohem Weißmehlverzehr entwickelt.
  • Weißmehl wird für viele Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Herzkrankheiten verantwortlich gemacht.

Vollkorn enthält viele gesunde Bestandteile, einschließlich Ballaststoffe, Stärke, essentielle Fettsäuren, Antioxidantien, Vitamine, Mineralstoffe Lignane und Phenolsäuren, die mit einem verringerten Risiko für Herzkrankheiten, Krebs, Typ 2-Diabetes und andere chronische Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. (Quelle: Verschiedene Internetseiten)